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Haus oder Eigentumswohnung: Kauf finanzieren mit Immobilienkrediten

Immobiliendarlehen können im Zuge der Baufinanzierung für mehrere Zwecke in Anspruch genommen werden. In den meisten Fällen finanzieren Kreditnehmer entweder den Bau oder Kauf eines Hauses. Manchmal kann das Immobiliendarlehen ebenso für Sanierungen, Um- oder Anbauten in Anspruch genommen werden. Wir möchten in diesem Beitrag speziell auf das Thema Kauf finanzieren eingehen.

Fertiges Haus oder Eigentumswohnung finanzieren

Zahlreiche Menschen in Deutschland möchten beim eigenen Wohneigentum auf existierende Häuser oder eine Eigentumswohnung zurückgreifen. Immerhin ist der Neubau mit nicht unerheblichen Risiken und einer höheren Belastung verbunden. Deswegen entscheiden sich nach wie vor die meisten, neuen Immobilieneigentümer für den Kauf eines fertigen Objektes.

Beim Kauf finanzieren geht es demzufolge darum, die passende Baufinanzierung zu finden, damit der Erwerb der Immobilie erfolgen kann. Finanzierbar sind in dem Zusammenhang nahezu sämtliche Immobilienarten, insbesondere:

  • Eigentumswohnung
  • Einfamilienhaus
  • Zweifamilienhaus
  • Reihenhaus
  • Mehrfamilienhaus (gewerbliche Investition)

Privatperson entscheiden sich in Deutschland in der überwiegenden Mehrheit entweder für ein Einfamilienhaus, ein Reihenhaus oder für eine Eigentumswohnung. 

Kaufpreis als Hauptkostenfaktor

Wenn Sie einen Kauf finanzieren möchten, dann ist der jeweilige Kaufpreis der Hauptkostenfaktor, den Sie bei der Wahl der Baufinanzierung berücksichtigen müssen. Empfehlenswert ist es, dass Sie sich im ersten Schritt nach geeigneten Immobilien oder einer Eigentumswohnung umsehen, den Kaufvertrag jedoch noch nicht abschließen. Dies sollte erst passieren, nachdem Sie seitens der Bank eine Finanzierungszusage erhalten haben. Andernfalls kann es nämlich sein, dass Sie sich mit Unterschrift des Kaufvertrages zum Erwerb des Hauses oder der Eigentumswohnung verpflichten, dann jedoch von keiner Bank eine entsprechende Finanzierungszusage erhalten.

Die Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen sind so unterschiedlich wie die Objekte selbst. Maßgebend sind zum Beispiel die Lage der Immobilie, deren Zustand, das jeweilige Umfeld, die Infrastruktur und auch der Stadtteil. Ebenfalls haben selbstverständlich Größe der Wohnfläche und des Grundstücks wesentliche Auswirkungen auf den zu finanzierenden Kaufpreis. Die meisten Immobilien im privaten Bereich benötigen in Deutschland eine Baufinanzierung, die zwischen 150.000 und 350.000 Euro abdecken kann.

Kaufnebenkosten nicht vergessen

Beim geplanten Erwerb einer Immobilie oder einer Eigentumswohnung geht es nicht nur darum, den Kauf zu finanzieren. Darüber hinaus dürfen Sie auf keinen Fall die sogenannten Kaufnebenkosten außer Acht lassen. Diese betragen – je nach Art und Bundesland – meistens zwischen 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises. Wenn das Einfamilienhaus also beispielsweise 250.000 Euro kostet, können noch einmal zwischen 25.000 und bis zu 50.000 Euro an Kaufnebenkosten hinzu kommen. Diese müssen ebenfalls im Rahmen der Baufinanzierung abgedeckt werden.

Zu den typischen Kaufnebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie bzw. eine Eigentumswohnung anfallen können, zählen:

  • Grunderwerbsteuer
  • Notar- und Grundbuchkosten
  • Maklercourtage

Die Maklercourtage können Sie sich unter Umständen sparen, wenn Sie das gewünschte Haus auf eigene Faust finden und kein Immobilienmakler eingeschaltet ist. Bei der Grunderwerbsteuer ist zu beachten, dass es bezüglich der Steuersätze zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt. Im günstigsten Fall beläuft sich die Grunderwerbsteuer momentan auf 3,5, im schlechtesten Fall auf 6,5 Prozent.

Kauf finanzieren: maximale Darlehenssumme ermitteln

Bevor Sie sich nach geeigneten Immobilien oder einer Eigentumswohnung umsehen, deren Kauf Sie anschließend finanzieren möchten, sollten Sie den maximal möglichen Darlehensbetrag ermitteln. Dieser hilft dabei, dass Sie sich nicht unnötig nach Häusern oder Wohnungen umsehen, die Sie sich schlichtweg nicht leisten können. Am einfachsten ermitteln Sie die maximal mögliche Kreditsumme, indem Sie folgende Zwischenschritte durchführen:

  1. Einnahmen- und Ausgabenrechnung erstellen
  2. Verfügbares Einkommen ermitteln
  3. Maximale Darlehensrate berechnen
  4. Unter Einbezug von Tilgung und Zinssatz die Kreditrate auf den maximalen Darlehensbetrag hochrechnen
  5. Eigenkapital mit einkalkulieren
  6. Maximalen Kaufpreis (inklusive Kaufnebenkosten) ermitteln

Diese jeweiligen Berechnungen führen Sie von Ihrem frei verfügbaren Einkommen hin zum maximalen Darlehensbetrag und auch zum maximalen Kaufpreis, den Sie sich bei Ihrer neuen Immobilie oder Wohnung leisten können.